Das Modell ist ja schon angekommen und zusammengebaut.
Bis jetzt sehe ich das Modell sehr gemischt.
Zu dem was ich schreibe gebe ich nochmal vor,
dass es sich um ein ca. 50€ Nachbau eines ca. 230€ Modells handelt.
Da Modell ist ca. nach 2 Wochen bei mit angekommen, für die Hong Kong Post ist das schon recht gut.
Leider hätte das ganze etwas "inhaltfreundlicher" sein können.
Alle Sachen wurde in die Karo (die ich mitbestellt habe) gequetscht, so dass alles an der Karo kratzen kann.
Polsterung sucht man in diesem Karton vergeblich, da ist HobbyKing luxus gegen.
Des Weiteren war es nicht mal ein Karton, sondern eine ca. 5mm dicke Styroporplatte.
So sah es bei mir aus:

Man beachte den Knick oben drauf. Aber immerhin habe sie "Fragile" draufgeklebt.
Zu meiner Verwunderung war aber nichts ernsthaft beschädigt, bis auf ein paar Kratzer auf der Karo.
Zum Glück waren die nicht so tief, dass man was sehen könnte.
Alles ausgepackt sah es dann so aus:

Das ist das was drin war, wie man sehen kann keine Polster.
Wer kann sehen was fehlt?
Richtig, es ist keine Anleitung mit dabei, das wusste ich aber schon zuvor.
Bei R2Hobbies kann man diese aber runterladen und mit Adobe öffnen.
Die Anleitung ist recht gut gemacht, sehr verständlich (auch wenn man der englischen Sprache nicht mächtig ist),
hier kann man sich nicht beklagen.
Das schöne an einem Bausatz ist ja, dass man alles am Modell genau sehen kann,
so sind mir doch ein paar Schwachstellen aufgefallen.
Fangen wir mit dem Material an.
Das Plastik fühlt sich sehr ähnlich den Reelymodellen an und macht keinen guten Eindruck,
was anderes sollte man bei dem Preis auch nicht erwarten.
Die erste große Schwachstelle die einem ins Auge springt ist der Mitnehmer der Welle.
Das Riemenzahnrad wird mit einem Clip an die Welle gesteckt,
wobei ein Stift durch die Welle geht und dieser Stift die Welle bewegt.
Soweit ja nichts komisches, doch ist dieser Stift aus besagtem Pastik und ganze 2mm dick.
Passgenauigkeit ist ja ein Fremdwort bei dem Modell, was ich bei den Achsen noch sehen werde.
So hat die Welle und der 2mm Stift Spiel, spätestens jetzt sollte jeder ins Grübeln kommen.
Die ganze Leistung des Motors wird über diesen Stift übertragen.
Leider habe ich 2 Clips verloren die ich erst heute gefunden habe, so musste ich das Ganze flicken.
Ich denke mein Clip hält mehr aus.

Sonst verlief der Aufbau recht Problemlos, bis zu den Diffs.
Ich habe beim Aufbau schon immer meine Probleme mit einem Kugeldiff gehabt, aber das hat alles in den Schatten gestellt.
Ein Kugeldiff wird ja über eine Schraube eingestellt, welche an der anderen Seite eine Kontermutter und eine Feder hat.
Bei allen Mühen, die Schraube war zu kurz. Man konnte die Feder noch so weit drücken, aber es war nichts zu machen.
Als ich die Federn durch welche aus div. Kugelschreiber getauscht hatte, konnte die Schraube endlich greifen.
Als wenn das nicht genug wäre, musste ich sehen wie weich die Diffcups waren, da reicht wohl ein Schlag und sie sind durch.
Naja, vorher bricht bestimmt der 2mm Stift in der Welle.
Ich sagte ja, dass die Passgenauigkeit nicht grade die beste ist.
Die Stifte für die CVDs müssen ja recht Stramm sitzen, so kennt man ja die Stifte, die sich in die Löcher pressen und somit fest sind.
Diese Stifte haben ja Rillen, dass sich das überschüssige Material dahin flüchten kann.
Nun wer denkt was anderes, diese Stifte hatten keine Rillen, so machte man mit der Zange mehr an den CVDs kaputt, als dass man den Stift hinein bekommen.
Als Notlösung habe ich einfach wieder einen Nagel auf länge geschnitten und den als Stift genommen, leider sitzt der recht locker und wird nur von dem Kugellager in den Achsschenkel gehalten.
In div. Foren hört man wie die Leute über die Dämpfer meckern, doch ganz so schlimm fand ich diese nicht.
Man hat versucht sie verstellbar zu machen, leider geht das mit Plastikring -gewinde sehr schlecht.
Doch sonst kann ich nicht viel schlechtes sagen, sie liegen zwischen den TT-01 Rutschdämpfern und Reelydämpfer.
Aber bis jetzt sind sie dicht.
Mal das Chassis fast fertig:

Weitere Probleme hab es erstmal nicht mehr.
Nun war das Chassis fertig und bereit für die Elektronik.
Verbaut wurde erstmal ein Mamba Max Pro mit einem 4600kv CC Motor, befeuert an 2S.
Leider ist der Platz recht gering im Chassis, doch es reicht für den Regler und Rx.

Leider passen meine LiPos nicht in den Akkuschacht, nur das Hardcase von meiner Frau.
Die Schacht ist 47mm breit, ca. 140mm lang und 20mm hoch.
Ein großes Glücksgefühl hatte ich bei den 50° Lenkeinschlag, schaut richtig gut aus und das Driften ging bis jetzt extrem gut damit. (Soweit es im Haus möglich ist)

Da eine Karo nicht mit dabei ist, habe ich mir gleich eine zusammen mit Reifen und Felgen gekauft.

Ein paar Aufkleber mussten auch mit.
Ich habe mir eine Carbonkaro mit einer Dicke von 0,9mm bestellt, für grade mal 20€ kann man nicht viel falsch machen.
Die Karo zaubert mir immernoch ein Lächeln auf das Gesicht, sie ist ihr Geld mehr als wert.

Leider sind die Aufkleber nicht vorgeschnitten, so muss man mit dem Cutter fein arbeiten.
Die Aufkleber haben trotz großer Mühen viele Luftlöcher und Knicke, das kann ich aber nicht R2Hobbies zuschreiben, da fehlt es mir einfach an Übung.
Selbes Problem hatte ich auch mit den anderen Aufklebern.
Da der TEH-R31 mit nur 180mm Breite angegeben ist, habe ich mir Felgen mit 6 - 9mm Offset gekauft um an die 200mm Karo zu passen.
Doch passen Felgen ohne Offset schon sehr gut in die Karo, schade eigentlich.
Soweit bin ich mit dem Modell fertig und hier ein paar Bilder für euch:




Jetzt muss ich erstmal warten bis ich einen guten Platz zum testen haben.
Wenn es soweit ist werde ich natürlich euch über alle Vor- und Nachteile aufklären.
Edit:
Hätte ich den Bericht nur ein paar Minuten später geschrieben.
Ich hatte mir eben im Wohnzimmer ein wenig Platz gemacht um ein wenig zu driften.
Nach ein paar Minuten sprang als die Antriebswelle raus, ich konnte nicht erkennen warum, es war alles gut eingestellt.
Als ich den Reifen dann mal andersrum gedreht hatte, konnte ich meinen Augen nicht trauen.
Das Diffcup ging selbst für das weiche Plastik sehr weit auseinander.
So habe ich es schnell ausgebaut und meine Vermutung war richtig, das Diffcup war angebrochen.
Aber einen größeren Schrecken jagte mir das Diffcup ein, was noch in Ordnung war.
Ein Foto sagt mehr als 1000 Worte, man beachte das Modell hat nicht mal eine ganze Akkuladung durch:

Bestelle mit sobald es geht eins aus Alu.
Edit²:
Ich habe eben die DiffCups mit Epoxid und einem Gummiband geflickt.
Zu meinem Erstaunen ging es dann auch wieder, doch habe ich wohl versehentlich die Riemen zu stark gespannt.
Nach kuzer Zeit ging das Modell wieder auf Heckantrieb über, dachte es sei der selbe Fehler, aber nein.
Die METALLwelle ist gebrochen, noch unterhaltsamer wird es durch die Tatsache, dass der Plastikstift noch lebt.
Plastik bricht Metall, das ist nur in China möglich.
So schauts aus:

Wenn das Modell schon stehen muss, solls gut aussehen:

Wir sprechen immernoch von langsamen Fahrten im Haus bei weniger als einer Akkuladung.
